Buchrezension

[Rezension] Gilgamesch – Jens Harder

Titel: Gilgamesch
Autor: Jens Harder
Seitenzahl: 144
Verlag: Carlsen

Der Gilgamesch-Epos ist der älteste, überlieferte
literarische Text der uns bekannt ist. Das allein ist für Literaturverliebte
schon ausschlaggebend, dass man sich der Graphic Novel von Jens Harder nähern
sollte.


Ich bin eher durch Zufall auf diese Graphic Novel
aufmerksam geworden, und habe dadurch Einblick in das Gilgamesch-Epos erhalten,
von dem ich bisher eher nur sehr wenig wusste. Die Geschichte kommt aus dem babylonischen
Raum und ist mehr eine Dichtung als ein Roman. Sie erzählt die Geschichte von
Gilgamesch, einem König von Uruk, und Enkidu, der ein Freund von Gilgamesch
war. Das Buch ist in mehrere Kapitel, beziehungsweise Tafeln, eingeteilt, und
diese erzählen die Abenteuer und Erlebnisse von Gilgamesch, die er entweder
alleine bestreitet, oder zusammen mit Enkidu erlebt. Mehr möchte ich auch gar
nicht verraten, denn das soll jeder Leser selber entdecken. 
Für jeden der dieses Epos noch nicht kannte, so wie
ich, für den lohnt sich Jens Harders Werk auf jeden Fall. Jens Harder
kombiniert die alte Geschichte, mit einer zeichnerischen Mischung aus alt und
neu, dabei hat jedes Panel dieselbe Farbgebung, was einen ganz besonderen
nostalgischen Hauch verleiht. Zudem passen die Panels in der Gestaltung zu den
Kapiteln, diese werden als Tafeln benannt, und so wirkt jedes Panel selbst wie
eine Tafel. Ich finde die Gestaltung einfach unglaublich passend zum Inhalt und
es hat mich in die richtige Stimmung gebracht. 
Richtig gut finde ich, dass Jens Harder am Ende den
Leser nochmal abholt. Er erklärt hier im Nachwort wie er an die Arbeit dieser
Graphic Novel herangegangen ist, welche Schwierigkeiten es gab und warum er wie
was gestaltet hat. Außerdem, und das war für mich dann ein tolles Feedback nach
dem Lesen, widmet er sich auch nochmal intensiv der Geschichte des Gilgamesch-Epos
und seiner Entstehung und Bedeutung. Dabei fand ich es total interessant, dass
viele Parallelen zur Bibelgeschichte gezogen werden können, die ja aber viel
später erst stattgefunden hat verschriftlicht wurde. Und ganz am Ende gibt es
dann noch ein paar Bilder von den Originaltafeln, was auch beeindruckend ist,
wenn man bedenkt, wie wenig man scheinbar darauf lesen kann.
Fazit:
Insgesamt fand ich „Gilgamesch“ von Jens
Harder nicht nur geschichtlich interessant, sondern auch zeichnerisch gelungen
und stimmig zu den Abenteuern von Gilgamesch und Enkidu. Dank Jens Harder lernt
man nicht nur diese älteste überlieferte, schriftliche Geschichte kennen,
sondern erfährt auch interessantes Hintergrundwissen, was das Gesamtbild
perfekt abrundet. „Gilgamesch“ ist definitiv ein kleines Highlight in
meinem Graphic-Novel-Regal.





Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

2 thoughts on “[Rezension] Gilgamesch – Jens Harder”

  1. Hallo Liebes,

    wie schön, dass du die Graphic Novel so sehr mochtest. Ich habe sie auch bereits gelesen und mich eigentlich sehr auf die Geschichte gefreut, hatte dann aber massig Kritikpunkte und konnte das Lesen so gar nicht genießen.

    Ich verlinke dich unglaublich gerne in meiner Rezension, sobald die online geht.

    Difficult difficult lemon difficult,
    Jule ♥

  2. Hi mein Goldstück :),
    oh nein, schade, dass dich Gilgamesch nicht so angesprochen hat, wie mich, bin aber dennoch gespannt, was deine Kritikpunkte sind, und vielleicht können wir darüber mal sprechen :)! Und klar darfst du mich verlinken, da freu ich mich doch.

    Difficult Difficult Lemon Difficult
    LG Piglet ♥

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