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[Blogtour] Der Carlsen Verlag on Tour – Tag 9 – Comics & Graphic Novels

Hintergrundbild Copyright by Philip Aschermann
Herzlich Willkommen zum 9.Tag von „Der Carlsen Verlag on Tour“!

 

Nachdem ihr bereits so einiges über den Kinder- und Jugendbuchbereich, sowie die Bloggerbeauftragten und den Verlag selbst erfahren habt soll sich bei mir jetzt um das gezeichnete Bild gehen. Im Mittelpunkt stehen also sowohl die Comics als auch die Graphic Novels. Ihr konntet bereits bei About Books über die Anfänge des Carlsen Verlag nachlesen, dort habt ihr auch erfahren, dass 1967 die Comicserien Tim und Struppi erstmals auf deutsch erschienen ist.
Die Veröffentlichung der Hergés Kindercomicserie stellt damit den Beginn von Carlsen Comics dar. Und in den letzten 51 Jahren hat sich da so einiges getan. Tim und Struppi folgten noch weitere frankobelgische Serien, wie zum Beispiel Die Schlümpfe, Valerian und Veronique, welches auch erst vor kurzem im Kino lief, oder auch Blake und Mortimer. In den 1980er Jahren wird das Programm ständig weiter ergänzt, unter anderem mit Spirou und Fantasie oder Gaston, so das zum Ende der 1980er Jahre mehrere Alben monatlich erschienen sind.
Anlässlich des 50. Geburtstag gab es im vergangenen Jahr eine tolle Neuauflage dieser Comicreihen mit zwei Episoden in einem Band. Falls ihr also Gaston, Spirou und Fantasio, Valerian & Veronique, Yoko Tsuno und Marsupilami dann kann ich euch diese Two-in-One-Hefte nur empfehlen! Neben den frankobelgischen Comics wurde Anfang 1990er Jahre auch Superhelden-Comics unter anderem von DC als Paperback verlegt. Dies waren vorrangig sogenannte One Shots, die voneinander unabhängig gelesen werden konnten. Wusstest ihr, dass in diesem Zusammenhang sogar Star Wars Comics bei Carlsen publiziert wurden? Cool oder? Aber nicht nur diese haben es zu Carlsen Comics geschafft, sondern unter anderem auch Frank Millers Werk The Dark Knight Rises oder auch Heftserien zu den bekannten Serien Buffy – Im Bann der Dämonen und Angel – Jäger der Finsternis.
Das Programm von Carlsen Comics entwickelt sich immer weiter und wird stetig vergrößert, so dass Carlsen Comics mittlerweile zu den größten Comicverlagen in Deutschland zählt. Doch neben den Comics, verlegt Carlsen auch seit längerem Graphic Novels. Jetzt könnte man zurecht fragen, inwiefern sich Graphic Novels von Comics unterscheiden, dazu habe ich mich mal belesen und möchte gerne kurz versuchen euch diesen Unterschied aufzuzeigen.

 

Der Begriff Graphic Novel wird erstmals, auf dem im Jahr 1978 erschienen, Cover von „A Contract with God an Other Tenement Stories“ von Will Eisner verwendet. Eisner verfolgte das Ziel, neben den gängigen Comiclesern, ein breiteres Publikum mit seiner Geschichte anzusprechen. In dieser fasste Eisner erstmals autobiografische Themen auf, und setzte sich somit bewusst den typischen, von Superhelden geprägten Comics entgegen, um eine soziale und realistische Geschichte zu erzählen.

Man könnte nun annehmen, dass sich Graphic Novels als eine Art Untergruppe der Comics verstehen – schließlich ist der grundsätzliche Aufbau und die Erzählung von Geschichten in Panels gleich, die sich jedoch einem ernsteren Thema widmen und so ein erwachsenes Publikum ansprechen wollen. Ob die Schaffung eines neuen Begriffs, nämlich der der Graphic Novel, nun eine Marketingstrategie darstellt oder tatsächlich dazu dient diese als neues Genre auszuzeichnen, bleibt zwischen Forschern und ebenfalls den Künstlern selbst umstritten.

 

Ich hoffe ich konnte euch damit das Thema etwas näher bringen. Und zum Schluss möchte ich euch gern drei Graphic Novels, die mich auf ganz unterschiedliche Weise berührt haben, vorstellen. Die Auswahl ist mir echt nicht leichtgefallen, denn es gibt einfach zu viele tolle Geschichte. Deshalb gibt es einen bunten Strauß bestehend aus dem Alt-Meister Jiro Taniguchi, der modernen Zeichnerin Pénélope Bagieu und den ganz besonderen Erzählern Maël & Olivier Morel.

 

 
In seinem neuen Buch beschreibt Jiro Taniguchi den Lebensweg Tomoji Uchidas, die in den 1930er-Jahren den buddhistischen Shojushin-Tempel in Tachikawa gründete. Sein Hauptaugenmerk gilt der Kindheit und Jugend Tomojis, dem ebenso schlichten wie harten wie behüteten Leben in einem kleinen Bergdorf westlich von Tokyo. Dort wächst sie unter der Obhut ihrer Großmutter zu einer naturverbundenen, klugen und selbstbewussten jungen Frau heran – und eines Tages kreuzt ein junger Fotograf ihren Weg. Nur der gemeinsame Blick in den Himmel lässt erahnen, dass diese beiden Menschen eine gemeinsame Zukunft haben werden… (Quelle: Verlag)Mein Fazit:
Die Graphic Novel von Jiro Taniguchi überzeugt durch eine gelungene Story, einen angenehmen Zeichenstil und weiche Farben. Alle drei Komponenten sorgen dafür, dass jede Seite ein Lesegenuss ist und man sich auch nach Ende der Lektüre noch mit dem Thema und dem Leben von Tomoji auseinandersetzt, dabei sind die letzten Seiten in der Graphic Novel perfekt.

 

 

Zoé ist Messehostess und ihr Leben langweilig bis peinlich, wenn sie z.B. als Schweizer Käse posieren muss. Als sie den erfolgreichen Schriftsteller Thomas Rocher kennen lernt, scheint sich das Blatt zu wenden. Aber warum verlässt Thomas nie seine Wohnung? Und welche Rolle spielt seine schöne, unterkühlte Lektorin? Nichts ist wie es scheint, und alles kommt erfreulich anders, als man denkt.
Mein Fazit: 
Eine tolle Graphic Novel der Autorin. Insgesamt präsentiert Pénélope Bagieu hier erneut eine tolle Geschichte mit klasse Wendungen und einem spektakulären Ende ab. Damit hätte ich niemals gerechnet.




 

Olivier Morel ist ein französischer Filmemacher, der sich in seiner Arbeit oft mit dem Krieg und seinen Folgen für die einzelnen Soldaten auseinandergesetzt hat. In diesem Comic folgt er amerikanischen Veteranen des Irakkriegs und zeigt, welche enormen Schwierigkeiten sie haben, sich wieder in den Alltag ihrer Heimat einzugliedern. Viele leiden unter einem post-traumatischen Belastungssyndrom (PTBS), das auch bei vielen Bundeswehrsoldaten diagnostiziert wird, wenn sie von ihren Auslandseinsätzen zurückkehren. Ein beklemmend aktuelles Thema, das uns besonders 2014, dem Jahr des Rückzugs aus Afghanistan, beschäftigen wird. (Quelle: Verlag)
Mein Fazit:
Mit „Die Rückkehrer“ von Olivier Morel und dem Zeichner Maël hält man ein Zeugnis jahrelanger Arbeit in den Händen, welches ernste und wichtige Themen anspricht. Krieg ist real und zerstört Leben, und selbst jene, die es schaffen, nach Hause zurückzukehren leiden unter dieser Herausforderung. Olivier Morel spricht damit offen ein Thema an, was unsere Gesellschaft viel zu sehr vernachlässigt hat.

Das war auch schon mein kleiner Einblick in den Bereich Comics und Graphic Novels des Carlsen Verlags, und ich hoffe ihr hattet beim Erkunden genau so viel Spaß wie ich beim Schreiben dieses Beitrags. Und nun kommen wir zu dem Teil, bei dem ihr gefragt seid, denn natürlich gibt es auch etwas Tolles zu gewinnen. Unter allen, die während der Aktion die jeweiligen Tagesfragen auf den Blogs unter den Beiträgen beantworten, verlosen wir am Ende je 3 x 1 Wunschbuch aus dem Carlsen Verlagsprogramm im Wert von bis zu 20 Euro (solange es lieferbar ist!).

Meine Frage an euch lautet also:
Lest ihr Comics und/oder Graphic Novels? Wenn ja welche?
Und jetzt noch schnell die Teilnahmebedingungen:
+ Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich und mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich. Solltest du unter 18 sein, dann benötigst du die Einverständnis eines Erziehungs- oder Sorgeberechtigten.
+ Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Gewinner oder die Gewinnerin einverstanden, öffentlich auf den teilnehmenden Blogs und den zugehörigen Social Media-Accounts mit Namen genannt zu werden.
+ Die Gewinne werden vom Carlsen Verlag gesponsert und versendet. Mit Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden, dass im Gewinnfall eure Adresse an den Verlag weitergegeben und ausschließlich für den Buchversand genutzt wird.
+ Eure Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach Versand des Gewinnes gelöscht.

Das Gewinnspiel endet am 09.05.2018!

 

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Der Carlsen Verlag on Tour – Stationen
23.04.2018 bei Nicole von About Books
24.04.2018 bei Benny von Bücherfarben
25.04.2018 bei Toni von Ruby Celtic testet
26.04.2018 bei JacqueLin von Bookaholic
27.04.2018 bei Sonja von Login Books
28.04.2018 bei Sara von Foxy Books
29.04.2018 bei Laura von Skyline of Books
30.04.2018 bei Ann-Kathrin von Levenyas Buchzeit
01.05.2018 HIER
03.05.2018 bei Nicole von Favolina und Junior
04.05.2018 bei Katrin von Kathrineverdeen
05.05.2018 Ina von Ina’s little bakery
06.05.2018 bei Desiree von Romantic Bookfan
07.05.2018 bei Tina von Mein Buch, meine Welt

 

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14 Comments

  • Reply dasSchugga

    Hallöchen,
    mit Carlsen-Comics bin ich aufgewachsen: Schlümpfe, Marsupilami <3, Spirou…. ich kenne sie alle! 😀 Auch jetzt lese ich noch Comics und hab mir grad eine wunderschöne Comicserie in 4 Bänden von Carlsen gegönnt: Alisik, wunderschöne Dark-Romance. Lohnt sich 😉
    LG Christina P.

    1. Mai 2018 at 9:43
  • Reply Manuela Schäller

    Huhu,

    Danke für den schönen Beitrag.

    Ich bin gar kein Comic Fan, ich bin auch damit eher nicht aufgewachsen, vielleicht kenne ich sie einfach nicht richtig, da ich wie gesagt in meiner Kindheit keine hatte. Es gab mal eben das Mosaik und dann nicht mehr viel.

    LG Manu

    1. Mai 2018 at 11:38
  • Reply Jenny Siebentaler

    Ich liebe Graphic Novels wie gute Fantasy Romane! Ich selbst habe mir auch erst Neu erschienen: ENDZEIT von Olivia Vieweg und Lichtung von Antonia Kühn gekauft! Und vorbestellt habe ich mir jetzt schon wieder: Schimmelreiter: Nach Theodor Storms "Schimmelreiter", adaptiert von Dacia Palmerino und gezeichnet von Andrea Grosso Ciponte (Dust Novel)! VLG Jenny

    1. Mai 2018 at 13:47
  • Reply Daniela Schiebeck

    Ja, ich lese gerne Comics – die Schlümpfe, Asterix sowie Donald Duck mag ich gerne.

    1. Mai 2018 at 18:55
  • Reply Wayland

    Graphik Novels lese ich eiheeigent nicht. Ich könnte mir aber vorstellen welche zu lesen,wenn ich zuvor ein Buch gelesen habe und mir im Kopf bereits eine Welt ausgestaltet habe. Ich glaube z. b. Dass Cassandra Clare auch immer an Comics zu den Unterwelt Büchern arbeitet. Sowas könnte ich mir schon vorstellen zu lesen.

    2. Mai 2018 at 6:54
  • Reply Nicci Trallafitti

    Hey!
    Was für ein schöner Beitrag, danke dafür!
    Die Rückkehrer klingt super spannend.
    Ich lese seit letztem Jahr Comics, davor dachte ich immer, dass das absolut nicht mein Ding sei. Vor allem den Superhelden bin ich verfallen <3

    Liebe Grüße,
    Nicci

    2. Mai 2018 at 10:16
  • Reply Hundertmorgenwald

    Hallo,

    zu beidem: Ja!
    Graphic Novels schau ich immer, was mir in der Bücherei so in die Hände fällt. Die haben da recht viel Auswahl. Vor einer Weile habe ich "Das Tagebuch der Anne Frank" gewonnen. Großartig!
    Meine Lieblingscomics sind Calvin und Hobbes, Boule und Bill und Mutts. ♥

    Liebe Grüße
    Petrissa

    2. Mai 2018 at 15:16
  • Reply Zeilenspringerin

    Hallöchen!

    Ich lese eigentlich höchstens mal Asterix oder aber ein Lustiges Taschenbuch. Früher habe ich mal mehr Comics gelesen, aber mittlerweile lese ich sie wirklich nur noch sehr selten.

    Liebe Grüße
    Jessy

    3. Mai 2018 at 20:27
  • Reply Sabine Kupfer

    Hallo,

    ich lese kaum Comics, da mir meist der Stil nicht so gut gefällt.

    LG
    SaBine

    4. Mai 2018 at 12:36
  • Reply Bonnie Bennett

    Nein, da es nicht meins ist.

    Lg Bonnie

    4. Mai 2018 at 14:56
  • Reply MiRa

    Hi,
    Graphic Novels kannte ich gar nicht, ist aber schon interessant.
    LG MiRa

    4. Mai 2018 at 17:08
  • Reply Buchbahnhof

    Guten Morgen,
    ich habe es mal versucht, aber so richtig ist das nicht mein Ding. Ich kann gar nicht so genau begründen, warum nicht. Einen Comic noch eher als eine Graphic Novel, aber auch nur sehr sehr selten.
    LG
    Yvonne

    6. Mai 2018 at 4:17
  • Reply Katharina von booksline

    Huhu und vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

    Ich lese nicht wirklich Comics, nicht weil ich es nicht mag, sondern weil es sich irgendwie bisher nicht so ergeben hat.
    Danke für diesen interessanten Beitrag!
    Ganz liebe Grüße
    Katharina

    8. Mai 2018 at 6:59
  • Reply Klara Holzmann

    Graphic Novels haben mir in der Kindheit sehr zugesagt, im Erwachsenenalter habe ich sie leider etwas aus den Augen verloren, was ich ein wenig schade finde…aber es ist ja nicht zu spät, sich wieder einen zu Gemüte zu führen 😉

    GlG Klara
    http://www.psychobuch.org

    9. Juni 2018 at 12:37
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