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[Rezension] „Der Fall von Gondolin“ – J.R.R. Tolkien

Der Fall von Gondolin

Titel: Der Fall von Gondolin
Autor: J.R.R. Tolkien
Seitenzahl: 352
Verlag: Klett-Cotta
Originaltitel: The Fall of Gondolin
Übersetzer: Helmut W. Pesch

Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Der Fall von Gondolin“ zählt zu den drei >Großen Geschichten< des Ersten Zeitalters von Mittelerde. In seinem Mittelpunkt steht nicht nur der verbitterte Kampf zwischen der guten und der bösen Kraft, sondern auch um Tuor, der von Ulmo, dem Herrn über Meere, Seen und Flüsse, ausgewählt wurde, diesen Kampf zu gewinnen. Doch ist Tuor wirklich dieser Herausforderung gewachsen?

Der Aufbau des Buches ist ähnlich, wie schon bei den anderen beiden Geschichten aus dem Ersten Zeitalter („Die Kinder Húrins“ und „Beren und Lúthien“). Nachdem Vorwort und einem Prolog zur Einstimmung folgen die verschiedenen Versionen der Geschichte vom Falls Gondolins. Anschließend gibt uns Christoph Tolkien noch einen Einblick in die Entwicklung der Geschichte, welcher überraschend spannend und interessant ist. Das Abenteuer wird erneut unterstrichen durch die Illustrationen von Alan Lee.

Die Geschichte vom Fall Gondolins wirkt kurz, ist aber in ihrer Intensität ähnlich wie das „Silmarillion“ verfasst. Was bedeutet, auf den Leser warten viele, womöglich neue, Namen und Orte, mit ihrer einzigartigen Landschaft. Dieses Buch lässt sich nicht mal so nebenbei lesen, dabei könnte die Gefahr bestehen, dass man die Übersicht verliert. Und das wäre schade, denn so würde dem Leser eine epische Geschichte aus einem der beliebtesten Buchuniversen entgehen. Zur Unterstützung, da man leicht den Überblick verlieren könnte, gibt es im Anhang eine Auflistung der Namen.

Allzu viele Worte möchte ich über die eigentliche Geschichte nicht verlieren. Jedes Wort wäre hier zu viel, man muss Tolkien einfach selber erleben, auch wenn hier nur noch durch seinen Sohn Christopher zu Wort kommen kann. Dennoch bleibt der typische Tolkien-Schreibstil erhalten, mit bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen und einem Text, der einfach voraussetzt, dass man sich Zeit nimmt um das Buch bewusst zu erleben.

Fazit:

„Der Fall von Gondolin“ ist ein klassischer Tolkien, und ich denke jeder Tolkien-Fan ist froh, dass Christopher Tolkien hier das Erbe seines Vaters zu einem würdigen Ende führt. „Der Fall von Gondolin“ rundet das Erste Zeitalter von Mittelerde ab, und immer wieder bin ich erstaunt, mit wie viel Fantasy und Tiefe J.R.R. Tolkien diese Welt erschaffen hat.

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