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[Rezension] Mitten im Dschungel – Katherine Rundell

Titel: Mitten im Dschungel
Autor: Katherine Rundell
Seitenzahl: 304
Verlag: Carlsen
Originaltitel: The Explorer
Übersetzer: Henning Ahrens


Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Vier Kinder stürzen im Dschungel mit einer Propellermaschine ab. Dabei müssen sie nicht nur das Trauma des toten Piloten überstehen, sondern auch um das Überleben kämpfen. Immer wieder stoßen Fred, Con, Lila und und der kleine Max an ihre Grenzen. Schaffen sie es, die grüne Hölle zu verlassen und zu ihren Familien zurückzukehren?

 

Ohne zu kleckern startet das Buch direkt mit dem besagten Flugzeugabsturz, der unsere Protagonisten in ihr unfreiwilliges Abenteuer geraten lässt. Anschließend sind alle erst einmal im Schock-Zustand, was der Autorin die Gelegenheit gibt ein wenig die Hintergrundgeschichte jedes Charakters zu beleuchten. Dabei lässt sie bewusst, bis auf Max, das Alter der Kinder weg, wodurch sicherlich das Gefühl beim jüngeren Leser geweckte werden soll, dass diese Geschichte auch ihm passieren kann, egal wie alt man zum Zeitpunkt des Lesens ist. Nach diesem ersten Schock ist schnell klar, dass alle Vier so schnell wie möglich aus dem Dschungel raus wollen, dafür müssen sie jedoch eine bewohnte Stadt finden.

 

Fred, aus dessen Sicht wir diese Geschichte in der Ich-Perspektive erleben, war vor dem Absturz ein begeisterter Fan von Abenteuerexpeditionen und hat jedes Buch zu diesem Thema verschlungen. Er kennt Namen und Expeditionen von vielen Abenteurern dieser Welt. Dieses Wissen hilft ihm und der Gruppe nun beim Kampf ums Überleben. Mit jedem Schritt, mit jedem Erfolg, welchen die Gruppe erreicht, wächst diese auch zusammen. Sie werden über die kurze gemeinsame Zeit Freunde und Vertrauen einander. Grade diese Momente, in denen die Kinder mehr von sich preisgegeben haben, fand ich toll, denn damit schafft es die Autorin eine Balance zwischen Abenteuer und Freundschaft herzustellen.

 

In bekannter Kinderbuchmanier lässt Katherine Rundell in Helden ihrer Geschichte über ihre Grenzen hinaus wachsen. So essen sie Maden und Kakaobohnen um zu überleben, sie springen in dunkles Wasser ohne zu wissen was passiert und treiben auf einem Floß durch den Dschungel. Dabei haben natürlich alle Charaktere etwas mehr Glück, aber genau so sollte es auch sein oder? Kinder brauchen Geschichten in denen zwar schlimme Schicksale den Protagonisten ereilen, welche dann jedoch durch Wissen, Willen und etwas Glück überwunden werden können. Durch Wendungen und Ereignisse, die selbst ich nicht habe kommen sehen und die mich den Atem haben anhalten lassen, baut die Autorin einen Spannungsbogen auf, der sich erst auf den letzten Seiten entlädt.

 

 

Fazit:

Dies ist bereits das zweite Buch, welches ich von Katherine Rundell lese und erneut schafft es die Autorin eine spannende Geschichte, mit teilweise halsbrecherischen Elementen, wunderbar in ein Kinder- und Jugendbuch zu verpacken. „Mitten im Dschungel“ hat mich gefesselt und mitgenommen in die Tiefen des Amazonas. Ich habe mit den Kindern mitgefiebert und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen!

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