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[Filmrezension] Captain Marvel – Carol Danvers in Action

Captain Marvel Logo – © Marvel Studios

Nach über einer Woche schaffe ich es, meinen Rückblick auf den neusten Streich aus dem MCU zu verfassen. Dabei wäre in den vergangenen Tagen Zeit gewesen, aber irgendwie wollte ich den Film noch nachwirken lassen. Zwischendurch habe ich sogar überlegt, ob ich noch einmal ins Kino gehen um den Film ein zweites Mal zu sehen. Wieso? Dazu mehr in meiner Filmrezension.

Noch bevor Carol Danvers das erste Mal über den Kinobildschirm flackert, wird bereits jedem Marvel-Fan das Herz schwer in der Brust. Im Intro der Marvel-Studios sind nicht wie sonst Ausschnitte der bisherigen Filme zu sehen, sondern Stan Lee Momente der letzten Jahre. Ob nun seine Cameo-Auftritte oder andere Szenen, man erweckt Stan Lee noch einmal zum Leben und der Tribut an ihn ist den Marvel Studios wirklich gelungen. Ich hoffe bei „Avengers: Endgame“ wird dieses Intro beibehalten.

 

Aber zurück zum Film und Captain Marvel. Zu Beginn werden wir in die Geschichte geworfen und versuchen erstmal komplett zu verstehen worum es geht. Wer die Comics nicht gelesen hat, wird verwirrt sein, denn Vers (Captain Marvel) ist eine Kree-Kriegerin. Moment Kree? Die waren doch die „Bösen“? Wie kann das sein? Zum Glück liefert dafür der Film die Antwort, und durch diesen direkten Einstieg bleibt der Zuschauer dran. In Rückblenden und bedingt durch eine ungewollte Reise zum Planeten Erde macht sich Carol Dan“Vers“ auf die Suche nach ihrer Vergangenheit, welche sie verloren hat, sie erinnert sich nicht an ihre Kindheit, Jugend oder Ausbildung. Auf der Erde angekommen wird schnell klar wo bzw. wann wir uns befinden, nämlich im Jahr 1995, den guten, alten 90er Jahren. Und es macht wirklich Spaß die kleinen Anspielungen an diese Zeit zu erkennen und darüber zu lachen, beginnend bei der Telefonzelle, bis hin zum wirklich langsamen Internet. Doch mit dieser kleinen Zeitreise geht auch etwas einher, nämlich die Tatsache das die uns bisher bekannten Superhelden noch nicht ihren großen Auftritt hatten. Mit „Captain Marvel“ werden wir ganz an den Anfang geschleudert, auch an den Anfang von „S.H.I.E.L.D.“, Nick Fury und Phillipp Coulson.

 

Und genau hier ist der Knackpunkt, denn der Film versucht zwei Geschichten auf einmal zu erzählen. Zum einem will man wissen woher diese starke, mächtige Figur Captain Marvel herkommt, zum anderem will man uns aber auch erklären wie verschiedene, wichtige Fakten im Marvel-Universum zusammenhängen oder entstanden sind. Schnell wird klar, dass hier irgendwas auf der Strecke liegen bleiben wird, und leider ist es Carol Danvers Geschichte, die irgendwie zu kurz kommt. Dadurch bekommt Carol Danvers keine Gelegenheit sich komplett zu „zeigen“, sondern triftet ab in die Rolle der toughen Superheldin ohne weitere Facettne. Wer also bisher nur den Film gesehen hat, dem empfehle ich die Comics zu lesen. Durch diese Teilung des Films bleiben am Ende einige Fragen für den Zuschauer offen, was darauf hoffen lässt, dass vielleicht noch mehr Filme über Captain Marvel gedreht werden. Dennoch war es interessant, spannend und ab und an auch witzig zu sehen, wie sich bestimmte Zusammenhänge im MCU erklären lassen. Insofern löst dieser Filme kurz vor Ende der dritten Phase des MCU viele noch offene Fragen, damit vermutlich mit „Avengers: Endgame“ ein sauberes Ende geschaffen wird.

 

 

Teilweise richtig gelungen sind den Machern die verschiedenen Charaktere. Der junge Nick Fury war mich total gelungen, er ist lockerer und unbedarfter als seine ältere Version, die ganz offensichtlich schon jede Menge mitgemacht hat. In Zusammenspiel mit Carol wirken die beiden wie eines dieser Retro-Cop-Teams, die sich in „guter Cop, böser Cop“ aufteilen und immer zu in alten Autos durch die Gegend fahren und sich Sprüche an den Kopf werfen. Diese Freundschaft ist die Basis für das Ende von „Avengers: Infinity War“ und trägt den Film mit. Neben Fury und Carol gibt es einen blinden Passagier in dieser Freundschaft: Goose, die Katze. Und obwohl sie keine Sprachrolle hat, sorgt sie für jede Menge Lacher und den ein oder anderen Rettungsversuch. Interessant war die Darstellung der Skrulls, einer Alienrasse die gänzlich falsch verstanden wurde, diese Darstellung und der dazugehörige Plottwist am Ende haben mir wirklich gut gefallen.

 

Immer wieder kommt es vor, dass es zwischen den Comic-Universum und dem MCU Unterschiede gibt, so auch in Captain Marvel. Der wohl größte Unterschied ist, dass Mar-Vell kein Mann ist, daran kann man es sich jetzt stören, ich finde es jedoch richtig gut, denn damit hatte auch ich einen Überraschungsmoment im Kino und letztendlich stört es die Geschichte nicht, denn Mar-Vell bleibt diese starke Figur für Vers, die ihr die Kraft verleiht zu Captain Marvel zu werden. Zudem wurde die Katze von Chewie zu Goose umgewandelt, vermutlich, weil es zu Verwechslungen zwischen Star Wars und Marvel kommen könnte.

 

Fazit:

Insgesamt konnte mich der Film dennoch überzeugen und die Zeit im Kino ging schneller um als gedacht und macht deutlich wie spannend die Geschichte rund um Captain Marvel ist. Die Spannung auf „Avengers: Endgame“ ist gestiegen und ich bin, vor allem nach den Post-Credit-Scenes, daran interessiert wie Captain Marvel ihre Kräfte einsetzen wird. Außerdem bleiben noch die Fragen übrig, wo Carol Danvers während der letzten Katastrophen gewesen ist, z.B. während des Kree-Kriegs oder der letzten Kriege auf der Erde, in denen die Avengers beteiligt waren.

 

Weitere Meinungen zum Film:

(falls ihr auch eine Review/Kritik geschrieben habt, dann hinterlasst mir doch einen Kommentar und ich verlinke euch – es spielt übrigens keine Rolle, ob ihr den Film gut oder schlecht fandet 😉 )

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1 Comment

  • Reply Captain Marvel - Higher, further, faster! Oder doch nicht? | RikeRandom

    […] Carol Danvers in Action von Sandra auf Piglet and her Books […]

    19. März 2019 at 18:20
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