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[Rezension] Queens of Geek – Jen Wilde

Titel: Queens of Geek
Autor: Jen Wilde
Seitenzahl: 280
Verlag: Swoon Reads
Sprache: englisch

 

Es ist die größte Convention schlecht hin, die Super-Con, und natürlich müssen Taylor, Charlie und Jamie dort sein. Schon allein deshalb, weil Charlie mittlerweile ein kleiner Star ist. Doch natürlich läuft so ein Wochenende voller Geeks nicht ohne Höhen und Tiefen ab. 

 

Ich habe nach viel zu langer mal wieder zu einem englischen Buch gegriffen, und das eigentlich nur auf Grund einer Empfehlung von Julia von www.thebookdynasty.de. Also habe ich das Buch bei einem Trip nach London gekauft, und mich dann im Januar endlich mal daran gewagt. Und ich muss sagen, es war wirklich leicht zu lesen, da ich mich sonst selten an englische Literatur traue, dachte ich zunächst es würde etwas dauern, bis ich in den Text reinkomme. Aber das Englisch ist absolut verständlich und Jen Wilde schreibt wirklich gut.

 

Aber nun zum Inhalt, der dieser ist wirklich grandios. Ich muss gestehen, dass ich nicht erwartet hätte eine so tiefgründige Story zu bekommen. Denn auch wenn das Cover, der Titel und der Klappentext etwas anderes vermuten lassen, und so ging es mir auch, gibt es zwischen den Buchdeckeln eine Geschichte mit so vielen tollen Inhalten zu entdecken. Beginnen wir mit Charlie, sie ist eine Art Shooting Star aus Australien und hat sich vor kurzem von ihrem sehr berühmten Freund getrennt. Man merkt, dass sie dieser Trennung, sie wurde betrogen, wirklich mitgenommen hat, um so gravierender ist es, als ihr Ex-Freund auf der Con auftaucht. Ihr Gefühle dabei sind absolut authentisch beschrieben, aber auch ihre Bi-Sexualität ist ein Thema, denn im Gegensatz zu ihren Freunden, scheint ihr Ex-Freund nicht zu verstehen, dass es Bi-Sexualität gibt. Dabei sagt sie etwas, was sich wirklich jeder zu Herzen nehmen sollte:

 

„You can’t pick and choose whose equality you support. That’s not equality.“ – Seite 106

 

Charlies beste Freundin ist Taylor, oder auch Tay-Tay genannt. Und irgendwie hat sie sich zu meinem Liebling gemausert, auch wenn ich natürlich Charlie und Jamie ebenso mochte. Taylor ist ein riesiges Fangirl, deshalb ist es unausweichlich, dass sie zur Con in ihrem besten Cosplay auftaucht und natürlich beim Contest mitmacht. Ihr im Weg steht jedoch eine Angststörung, diese hindert sie immer wieder daran aus sich heraus zukommen und auf Menschen zuzugehen. Ich habe selbst keine Angststörungen, daher kann ich nicht beurteilen, wie nah die Beschreibungen an der Realität sind, dennoch haben sie mich total mitgenommen und ich habe versucht Taylors Gefühle zu verstehen. Dabei wird deutlich wie sehr sie versucht damit zu leben und trotzdem ihr Leben zu genießen. Eine wirkliche Heldin des Alltags!

 

Und dann ist da noch Jamie, der Junge der kleinen Freundesgruppe, der irgendwie total locker ist und sich innerhalb der Gruppe nicht aufspielt. Natürlich erwarte ich das von einem Mann auch nicht, doch leider erlebt man es in Büchern und im Leben immer wieder. Jamie ist dabei auch noch ein echter Nerd, er liebt diesen Con-Besuch. Doch die beste Eigenschaft von Jamie ist seine Art mit den Angststörungen von Taylor umzugehen, denn er bedrängt sie nicht oder redet auf sie ein, sondern gibt ihr den Freiraum, welchen sie braucht. Und die Momente zwischen den beiden sind sowieso zuckersüß und nerdig-genial.

 

„But please, please don’t say that you’re weak. […] we’re brave. We’re the ones who get up and face our worst fears every day. We keep fighting.“ – Seite 122

 

„Queens of Geek“ strotz nur so vor tollen Momenten, schönen Zitaten und ganz vielen Wahrheiten und Eigenschaften, die jeder von uns sich zu Herzen nehmen sollte. Jen Wilde schreibt leicht und die Geschichte fliegt, wenn man einmal im Flow ist, nur so dahin. Zwar habe ich länger als gedacht für „Queens of Geek“ gebraucht, dass lag aber eher daran, dass ich oftmals mehr Ruhe für englische Bücher brauche, obwohl es bei diesem Buch, glaube ich, nicht nötig gewesen wäre.

 

 

Fazit:

Dieses Buch hat mich einfach umgehauen, niemals hätte ich erwartet, dass diese Geschichte auf mich warten würde. Charlie, Taylor und Jamie sind so toll, geekig und liebevoll, man will einfach immer weiterlesen, und eigentlich will man auch nicht, dass das Buch endet. Ich würde am liebsten mit den dreien weiter durch die Con streifen und erleben, wie sich ihre Leben nach diesem turbulenten Wochenende ändert. Ein wirkliches Lesehighlight!


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