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[Rezension] Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss

Titel: Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
Autor: Kelly Moran
Seitenzahl: 368
Verlag: Kyss
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Originaltitel: Tracking you

Liebe kann auch lautlos sein! Gabby ist das Herz von Redwood, zumindest, wenn man den anderen Bewohnern und den Mitarbeitern der örtlichen Tierklinik glaubt. Für Flynn, der Arzt, dem sie assistiert, opfert sie viel, vor allem ihre Zeit und ihr Leben. Als plötzliche Gefühle ins Spiel kommen, die Gabby bisher nicht kannte, wirbelt es in ihrem Kopf. Kann Flynn die Gefühle erwidern? Und was wird aus ihrer Freundschaft?

Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich endlich den nächsten Band der Redwood-Reihe fertig gelesen. Ja, ich hatte ihn angefangen, aber irgendwie nie beendet. Und dabei hat mich dieses Buch total überrascht, nicht nur weil es wieder nach Redwood ging, einer meiner liebsten Buchorte zurzeit, sondern auch, weil es wieder eine dramatische, romantische Geschichte ist. Aber zunächst zu unseren beiden Herzblättern.

Gabby hat mich direkt ins Herz getroffen. Sie wird zwar als „das Mädchen von nebenan“ verkauft, aber direkt auf den ersten Seiten merkt man, dass sie viel mehr ist. Und ich glaube sie wird nur deshalb nicht so wahrgenommen, weil sie sich selber auch kleiner macht und versteckt. Ihr Leben ist mit dem Flynn seit ihrer Kindheit verknüpft, sie stützt ihn bei schwierigen Momenten, arbeitet mit ihm zusammen und sie hat sogar in jungen Jahren die Gebärdensprache für ihn gelernt. Ihr Herz sitzt so sehr am richtigen Fleck, dass es schon fast gruselig perfekt ist. Und dennoch hat Gabby auch ihre kleinen Macken, wie das zu geringe Selbstwertgefühl und ihre Unsicherheit.

Und dann ist da noch Flynn, der mir manchmal echt einen Nerv geraubt hat, weil er nicht mit Gabby kommunizieren wollte oder konnte. Dabei ist er auch ein wirklicher Schatz, der viel auf sich nimmt und in seiner Arbeit aufgeht. Und auch er hat Unsicherheiten, denn durch seine Taubheit fühlt er sich oftmals ausgegrenzt. Und genau an dieser Stelle tritt Gabby in seinem Leben immer wieder auf. Sie ist das Bindeglied zwischen ihm und den anderen Menschen, sie versteht ihn, ohne eine Gebärde zu machen. Doch genau diese tiefe Freundschaft und Selbstverständlichkeit nagen an Flynn und er will sich seine Gefühle für Gabby nicht so richtig eingestehen und zu lassen. Lieber ohne Liebe leben, aber dafür Gabby immer an seiner Seite. 

Es ist klar, dass ein Roman mit diesen Zutaten ein wirklich romantisches Drama wird, oder? Zwischendurch wollte ich Flynn erwürgen, weil er Gabby einfach nicht mitteilt, was er denkt und fühlt, und wenn er es sagt, dann irgendwie nicht ganz. Es hat mich wirklich einiges an Nerven gekostet, zu beobachten, wie diese beiden umeinander kreisen. An dieser Stelle, passend zum Schluss der Rezension, muss ich einfach eines meiner liebsten Zitate aus dem Buch präsentieren:

„Du hast sie zum Weinen gebracht. Gabby, die Sonnenschein rülpst und Regenbogen pupst. Sag mir, was zur Hölle das soll.“  – Seite 335

Fazit:

Ich glaube man merkt es meinen Worten an, oder? Dieses Buch hat mich total mitgerissen und begeistert. Ich habe gehofft, gebangt, gelacht und geweint, ja ich habe geweint, weil es so dramatisch zwischen Gabby und Flynn wird, und man sich einfach nur ein Happy End für beide wünscht. Wer gute Liebesgeschichten mag, sollte sich unbedingt nach Redwood lesen und die örtliche Tierarztpraxis besuchen. 

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1 Comment

  • Reply Chrissi

    Hallo Sandra,

    ich hab ebenfalls alle drei Teile der Reihe gelesen und freue mich im Herbst auch auf die neuen Geschichten aus Redwood. Gerade Teil zwei fand ich so toll, wie die nonverbale Kommunikation zwischen Flynn und Gabby dargestellt wurde. Eine wirklich ganz besondere Geschichte <3

    Liebe Grüße
    Chrissi

    11. August 2019 at 21:15
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