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[Buchtipps] Autorinnen und ihre meisterhaften Bücher

8. März 2020

Es ist der 8.März und somit Weltfrauentag! Natürlich bedarf es keines besonderen Tages um die Frauen dieser Welt zu würdigen, das geht an allen Tagen des Jahres. Dennoch möchte ich diesen Tag nutzen um euch fünf Autorinnen mit ihren grandiosen Büchern vorzustellen.

Es gibt immer wieder Genre die von bestimmten Schemata geprägt sind. In Krimis zum Beispiel ist der Protagonist oftmals ein griesgrämiger, rauchender, in die Jahre gekommener Kommissar. Dem entgegen steht Romy Fölcks Protagonistin aus „Sterbekammer“ Frida Paulsen und ihre Ermittlungen. Frida ist unabhängig, ungebunden und möchte ihren Weg bestreiten, ohne dabei immerzu Hilfe zu verlangen. Ihr Charakter ist davon geprägt, sich selbst zu verwirklichen und ihren Weg einzuschlagen.

Genau diese Stärken finden wir auch bei Gesa Neitzel, der Autorin der autobiografischen Geschichte „Frühstück mit Elefanten“. Dem Fernweh folgend begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise, um am Ende eine ausgebildete Rangerin zu sein. Das dabei nicht immer alles leicht ist und man seine Grenzen austesten muss, wird dem Leser schnell klar, doch Gesa Neitzel zeigt auch, dass das Glück dieser Welt in der Einfachheit der Dinge liegt.

Mit „Der Report der Magd“ wechseln wir das Genre hin zur Dystopie mit einem ganz besonderen Schreckensszenario. Frauen verlieren in dem neugebildetenden Staat Gilead ihre Mündigkeit, ihre Freiheit, einfach gesagt ihr Leben. Die schaurige Darstellung der Frauen, die nur noch dazu dienen Kinder in die Welt zu setzen, verdeutlich auf brutale Weise, wie Frauen teilweise heute in dieser Welt gesehen werden, als (potenzielle) Mütter, und nicht mehr. Die Tatsache, dass Margaret Atwood Buch bereits 1985 erschienen ist, aber seitdem das Thema niemals an Brisanz verloren hat, ist erschreckend und alarmierend zugleich.

Und auch Namensvetterin Margarete Stokowski schafft mit ihrem Werk „Untenrum frei“ ein Manifest für die Freiheit der Frau in unserer Gesellschaft. Bereits in ihrem Vorwort wird deutlich, dass es ihr wichtig ist, dass Frauen selbst entscheiden, welche Rolle sie wählen wollen im Leben und dafür ist es wichtig auch die Alternative zur „Mutter und Ehefrau“ zu kennen. Nur dann, wenn wir obenrum, im Kopf, frei sind, können wir uns auch untenrum frei sein. Ich habe ihre Worte verschlungen und so vieles daraus mitgenommen, dass es unmöglich war, bei einer Aufzählung dieser Art nicht „Untenrum frei“ zu erwähnen. 

Und zum Schluss sei an dieser Stelle noch Agatha Christie erwähnt, die mit ihrer Figur der Miss Marple eine echte Ikone geschaffen hat. Miss Marple sticht durch ihre Art, dem Manspleaning entgegen zu treten, auf ganz besondere Art hervor. Immer wieder schafft sie in ihren Kriminalfällen als Detektivin den Männern zu zeigen, dass man Frauen niemals unterschätzen sollte. Die etwas schrullige, ältere Dame überzeugt also nicht nur durch ihren Scharfsinn, sondern auch dadurch bereits 1930 ihren feministischen Flair verbreitet zu haben. Agatha Christies Bücher über Miss Marples Fälle sind auf jeden Fall lesenswert und, so wie alle anderen Bücher aus dem heutigen Beitrag, von mir wärmstens empfohlen.

Und nun seid ihr gefragt, habt ihr auch Empfehlungen für alle anderen Leser*innen? 

Eure Sandra

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  1. Gesa Neitzel, wie sehr ich sie und ihre Bücher liebe und bewundere! <3

    Von den anderen Autorinnen habe ich bisher tatsächlich noch nichts gelesen, dabei steht sogar Der Raport der Magd und auch einige Bücher von Agatha Christie bereits in meinem Regal. Mit einem Agatha Christie Roman hatte ich sogar um Weihnachten herum angefangen, allerdings musste ich durch die Lernerei eine Pause einlegen und habe irgendwie den Faden verloren. Das muss ich auf jeden Fall noch mal von vorne anfangen und ich bin schon so gespannt!

    Liebste Grüße
    Ivy

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